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Tipps & Tools für AppDesigner

App Designer und ihre wichtigste Fähigkeit: Konzipieren

Konzipieren, Konzipieren, Konzipieren

Die schmerzhafte Wahrheit ist: es kommt nicht auf das Design an. Es kommt darauf an, wie die Sache funktioniert, wie sie sich verhält, wie sie dem Nutzer entgegenkommt und ihm ermöglicht das, was er dachte er mit der app tun könne, auch tatsächlich tun kann. Schnell und gut. Am besten noch mit etwas Spaß.

Daher braucht jemand, der Apps konzipiert prozedurales Vorstellungsvermögen – also eine gute Vorstellung für Abläufe – und den Willen zur Vereinfachung. Heißt „was passiert als nächstes“ oder „was passiert, wenn ich durch den Bestellvorgang gehe?“ und „wie kann ich es so einfach wie möglich für den Nutzer (und auch die Entwickler) machen?“

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenige Kunden sich diese Schrittabfolge selbst vorstellen können. Oft begreifen Sie es erst mit den Wireframes und sehen, wie viele (logische) Schritte noch notwendig sind, um beispielsweise an das Ende einer Bestellung oder eines Foto-Uploads zu kommen.

Als Konzepter verstehen Sie, wann und was die App mit dem User kommuniziert und Sie verstehen auch, was im Hintergrund passiert. Dass zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Server angesprochen wird oder Daten geladen werden. Je mehr Sie selbst Bescheid wissen, desto mehr freuen sich die Entwickler über ein Konzept, das ihnen zuspielt. Um das Zusammenspiel von Anfang an auf einer soliden Basis zu entwickeln, holen Sie sich die Programmierer-Kollegen für eine (und gern mehrere) Session dazu. Sie stellen ihnen Ihr Konzept vor, zeigen den Ablauf der App und freuen sich über deren Feedback. Genauso machen Sie es mit den Kollegen vom Marketing, mit dem Kunden und falls es doch einen separaten Designer geben sollte, mit diesem. Das Team soll das Konzept kennen, dazu beisteuern und möglichst früh in den Entstehungsprozess der App integriert werden. So verbinden Sie die verschiedenen Perspektiven in der Konzeption. Mit dem Prototyp können Sie dieses Rund-um-Konzept dann am Nutzer testen.

Aufgaben und Know-how eines App Konzepters

  • Kreativität → yes!
  • Breite Allgemeinbildung → ja, vor allem über das analoge und digitale Zeitalter
  • Strategisches, analytisches und strukturiertes Denken → oh ja, die [wirren und ausufernden] Ideen des Kunden müssen sortiert, geordnet, strukturiert werden, eine Form finden (MindMap, Wireframes etc.)
  • Expertise in der Marketing-Kommunikation und in der Informationsvermittlung → yep, als Konzepter sollte man auch mit der Marketing-Abteilung sprechen können und ebenfalls Konzepte anderer Produkte analysiert und verstanden haben
  • Interdisziplinarität → und noch besser: Hybrid Thinking; also mehrere Disziplinen miteinander verbinden können; allgemeingültige Prinzipien erkennen können
  • Professionelle Schreibfähigkeiten, gutes Ausdrucksvermögen → klar, man muss das Konzept ja gut verstehen können; immerhin wird das ganze Team sich darauf stützen
  • Hohe Team- und Kommunikationsfähigkeit → oh ja! Sie verbinden den Kunden und seine Wünsche mit der Zielgruppe, Sie verbinden die Ansprache mit den Features und das alles, indem Sie mit allen anderen im Projekt effizient kommunizieren
  • Beherrschung von Präsentationstechniken → Sie setzen sich für die Nutzer ein und brauchen dem entsprechen eine klare Linie, die Sie am besten mit Testergebnissen unterstützen können.

Gute Kenntnisse in allen für das jeweiligen Feld relevanten und angrenzenden Bereichen → Apps und Smartphones, Phablets, Internet, ehm… und ein wenig Programmierung – wenigstens, was da grob geht und was nicht. Developer-Talk ist angesagt, yeaj!

Wie das genau geht mit dem Konzipieren? Gibt’s in meinem brandneuen Buch Kapitel 7 „Das App Projket“ genau nachzulesen. Schritt für Schritt Erklärungen, Übungen, Beispiele. App Mysterien aufgedeckt. Apps machen!